Nachbarschaftszentrum-Suppenküche-Lichtenrade e.V.

Jeder der kommt erhält Hilfe, ohne dass Fragen gestellt werden.
Home » 2015 » Januar

Drei Millionen Deutsche von Armut bedroht

Sie haben eine Arbeit, ein Einkommen und können trotzdem nicht davon leben. Rund 3 Millionen Erwerbstätige in Deutschland leben unter der Armutsschwelle – 25 Prozent mehr als noch vor sechs Jahren.

 

Zum Video N24

Die „Drei Könige“ in der Suppenküche und eine Spende

18. Januar 2015 Die Suppenküche Lichtenrade wird in diesem Jahr 10 Jahre alt. Zum Jahresbeginn besuchten die Sternsinger vom Kindermissionswerk traditionell die soziale Einrichtung am Graben in der Finchleystraße 11. Gekleidet als „Die Heiligen Drei Könige“, sangen die Kinder und segneten das Haus und dessen Besucher.


„Segen bringen, Segen sein“ – Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit! So lautet das Motto der diesjährigen Aktion vom Dreikönigssingen, an der sich die Mädchen und Jungen als Sternsinger und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in etwa 12.000 Pfarrgemeinden beteiligten. In Lichtenrade wurden über 100 Haushalte und verschiedene Institutionen besucht. Die Kinder kommen hauptsächlich von der katholischen Salvator-Gemeinde und einige von der evangelischen Gemeinde in Lichtenrade.

Nach der Weihnachtsgeschichte (Matthäus-Evangelium) wurden die Weisen aus dem Morgenland durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt: „Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.“ Nun reisen nach einer katholischen Tradition Kinder singend durch die Straßen und tragen symbolisch den Stern als Zeichen für Christus mit sich. „20*C+M+B+15“ schreiben Sie über Wohnungseingangstüren. Lateinisch stehen die Buchstaben C+M +B für „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Im Volksmund spricht man hingegen auch von einer Bezeichnung für die 3 Könige „Caspar, Melchhior und Balthasar“.

Die jungen Könige bekamen als Dank für Ihren Besuch eine Suppe ausgeschenkt.

Spende der AOK wurde erfreut angenommen!

Eine zusätzliche Gabe, diesmal nicht von den drei Weisen aus dem Morgenland, brachte der Vertreter der „AOK Nordost – Die Gesundheitskasse“.

Der Niederlassungsleiter Marko Bertram überreichte den symbolischen Scheck an die Leiterin der Suppenküche, Alex Benkel-Abeling. Seit einigen Jahren verschickt die AOK keine Weihnachtskarten mehr. Vom Erlös werden wohltätige Organisationen unterstützt. So kamen 600 Euro zusammen, die Marko Bertram mitbringen konnte. Bertram erläutert: „Mitarbeiter schlagen einen Verein oder eine Institution vor. Drei Vereine werden berücksichtigt und in diesem Jahr war die Suppenküche dabei.“

Marko Bertram überzeugte sich davon, dass die Suppenküche das Geld dringend benötigt und das es hier gut angelegt ist. Sonntag für Sonntag werden Bedürftige beköstigt und erhalten danach auch Lebensmittel, die von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der Woche von den Geschäften eingesammelt werden.

Mittlerweile kommen hier durchschnittlich 150 Gäste. Mit 10 Besuchern fing es vor 10 Jahren an. In der Suppenküche muss man seine Bedürftigkeit nicht nachweisen. Wie Frau Benkel-Abeling betont, gehört dies zum Konzept der Suppenküche. Armut ist nicht eine Frage von Bescheinigungen. Wenn man die Suppenküche jedoch besucht, sieht und spürt man, wie Armut aussieht. Marko Bertram von der AOK wurde das Konzept erläutert und durch die Suppenküche geführt.

In der Suppenküche sind über 50 ehrenamtliche Helfer aktiv. Neue Unterstützung ist hier immer gerne willkommen. So sucht die Suppenküche auch jemand, der die Homepage pflegt und aktuell hält. Die Öffentlichkeitsarbeit ist für diese Institution, die sich nur über Spenden finanziert, überlebenswichtig.

Jetzt kann sich die Suppenküche erstmal darüber freuen, dass ihnen am 25. Februar der mit 1000 Euro dotierte Förderpreis vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg überreicht wird.

Thomas Moser (auch Fotos)

http://www.sternsinger.org

http://www.aok.de/nordost/index.php



Alle Fotos: Thomas Moser