Nachbarschaftszentrum-Suppenküche-Lichtenrade e.V.

Jeder der kommt erhält Hilfe, ohne dass Fragen gestellt werden.
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10 Jahre Suppenküche – ein Rückblick

Jubiläum

Aus der Idee, bedürtigen Menschen würdevoll eine warme Mahlzeit zu bereiten, entstand im Jahr 2005 die Suppenküche Lichtenrade. Nach der Vereinsgründung im April wurde am 04. September die erste Suppe gekocht – damals noch in einem 20-Liter-Topf für nur eine Handvoll Gäste.
Die ersten 2 Jahre standen keinerlei Räumlichkeiten und Fahrzeuge zur Verfügung, somit mussten alle Gerätschaften jeden Sonntag zum Einsatzort hin- und wieder zurückgebracht werden, alles unter Nutzung privater Pkw sowie großem Zeit- und Arbeitsaufwand.
Die Suppenküche wurde bald zum Selbstläufer, steigende Besucherzahlen verlangten nach größeren Kapazitäten, ein 50-Liter-Topf musste her. 2008 erfolgte dann endlich der Einzug in das Gebäude in der Finchleystraße 11, wo die Suppenküche noch heute zu Hause ist. In Eigenregie und mit Hilfe vieler Sponsoren wurde das Gebäude renoviert und eingerichtet, der 50-Liter-Topf von einem 200-Liter-Kochkessel abgelöst. Auch das Umfeld des Gebäudes wurde neu gestaltet, eine Terrasse mit Markise und Geräteschuppen wurden angebaut, der Garten hergerichtet.
Heute versorgt der Verein jeden Sonntag etwa 120-150 Personen, nicht nur mit einer warmen Mahlzeit, sondern auch mit Lebensmitteln zum Mitnehmen. Jeder erhält Hilfe, ohne dass Fragen gestellt werden – es muss kein Nachweis über die Bedürftigkeit erbracht werden.
Ca. 50 Ehrenamtliche engagieren sich regelmäßig und mit viel Hingabe, jedes Wochenende werden mehr als 170 Arbeitsstunden geleistet. Zusätzlich nimmt die Suppenküche an vielen Straßenfesten teil und stellt Catering zur Verfügung, unter anderem auch für die Ehrenamtsbörse im Rathaus Schöneberg.
Das Engagement wurde 2011 mit der Verleihung des B.Z.-Kulturpreises honoriert, in der Kategorie „Publikumspreis für herausragendes ehrenamtliches Engagement“.
Inzwischen sind viele soziale Projekte dazugekommen, zum Beispiel die Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe und verschiedenen Diversionsbüros der Stiftung „SPI“ Berlin – „Schadenswiedergutmachung statt Strafe“ lautet hier das Motto. Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren werden nach pädagogischen Ansätzen im Rahmen der Arbeit vor Ort betreut. Seit 8 Jahren läuft ferner in Kooperation mit der Georg-Büchner-Oberschule das Projekt „Soziale Jugendbildungsarbeit“. In diesem Projekt helfen jeweils vier Schüler der achten Klassen am Wochenende in der Suppenküche mit, die Erfahrungen werden im Ethik-Unterricht aufbereitet. Die Schüler lernen so Aspekte der Armut im eigenen Umkreis kennen und erfahren, wie man selbst ohne große finanzielle Mittel vor Ort Hilfe leisten kann. Auch ein anderer Blick auf den Umgang mit Lebensmitteln kann hier vermittelt werden.
Viele weitere Projekte sind in Planung, die weit über die ursprüngliche Idee einer „Suppenküche“ hinaus gehen, der Bedarf an Mitarbeitern und finanziellen Mitteln wächst stetig. Helfende Hände sind immer gern gesehen, Sponsoren herzlich willkommen. So wird zum Beispiel dringend ein Kühlfahrzeug zum Transport der Lebensmittel benötigt.

Als kleines Dankeschön für alle Helfer, Freunde und Unterstützer der Suppenküche wird am 21.08.2015 ab 18:00 Uhr in der Finchleystraße 11 das Jubiläum gebührend gefeiert. Wir bitten jedoch um vorherige Anmeldung unter info@suppenkueche.de

Einen besonderen Dank an Selgros Stahnsdorf, Lila Bäcker, Partyservice Buder, Gemeinde Salvator, Feuerwerk-Events und Kräuter Kühne für ihre Beiträge zur Verschönerung unserer Jubiläumsfeier. Natürlich bedanken wir uns auch bei allen anderen, die uns jahrelang treu unterstützt haben. Ohne Euch wäre unser Verein nicht so weit gekommen!