Nachbarschaftszentrum-Suppenküche-Lichtenrade e.V.

Jeder der kommt erhält Hilfe, ohne dass Fragen gestellt werden.
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Ein geschenktes Lachen

Gedanken zur Suppenküche von Gaby Michno

Ich sah ihn gestern in der Suppenküche. Eine Einrichtung für Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie sind Ausgestoßene, werden gemieden, sind eingegrenzt und ausgeschlossen.

Aber da gibt es auch die Anderen. Die Verstehenden, Mitfühlenden und Helfenden. Sie geben einen Tag ihrer Freizeit her um diesen gestrandeten, oft zerbrochenen, meist scheuen, manchmal krankhaft agressiven Menschen für ein paar Stunden Aufmerksamkeit, etwas Wärme und eine sättigende Mahlzeit zu geben, außerdem ein paar Lebensmittel um die Woche bis zum nächsten Suppentag zu überbrücken.

Er kam gekrümmt, ausgemergelt, alterslos. Er hätte 70, aber auch 90 Jahre sein können. Ein Gesicht aus scharfen Kanten. Sein Mund zahnlos, sein Gang schlürfend. Langsam und bedächtig, ohne Hast. Seine Kleider lose am Körper hängend. Er holte sein Essen, mit dürren Armen sein Tablett mit dem kostbaren Essen vorsichtig zu einem freien Tisch balancierend.

Der Hunger sah aus seinem Gesicht mit Augen, die das Essen schon verschlangen, ehe er es in seinen zahnlosen Mund schaufeln konnte, worauf ein wohliges Grinsen sein Gesicht verschönerte. Beim Essen war er unersättlich, nahm alles was man ihm gab und verputzte es gierig und gnadenlos. Jeder, der ihm etwas gab oder ihn begrüßte, bekam ein glucksendes Lachen geschenkt.

Ich war beeindruckt von so viel naiver Unbekümmertheit und beschämt über dieses zahnlose Lachen – fast kindlich, etwas spitzbübisch und vertrauensvoll. Fasziniert von diesem wunderbaren Gesicht. Ein Gesicht, das so viele Geschichten erzählt…

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Spaß für Groß und Klein…

Spielfest

Hoher Besuch an unserem Stand: Schirmherrin & Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (rechts) und Koordinator Philipp Mengel (links). Bild: http://www.spielfest-mariendorf.de/fotos2015.html

… gab es am 11. und 12. Juli 2015 auf dem Spielfest in Mariendorf. Im Fussballstadion des Volksparks sorgten verschiedenste Vereine und Institutionen für vielfältigen Spiel-, Tobe- und Bastelspaß. Am Stand der Suppenküche wurde fleißig mit bunten Farben gekleckst, per Pinsel und Kartoffeldruck entstanden viele kleine Kunstwerke. Auch die teilweise widrige Witterung konnte uns die Freude nicht verderben. Kinder, Eltern und Ehrenamtliche waren mit viel Eifer bei der Sache. Davon überzeugte sich auch Schirmherrin Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, beim Besuch an unserem Stand.

Einige Eindrücke von der lustigen Bastel- und Malerei:

Sonntagsfrühstück mit Crepes und Sonnenschein

Sonntagsfrühstück

Am Sonntag, 28.06.2015, wurde auf der Lichtenrader Bahnhofstraße wieder gemeinsam im Freien gefrühstückt. Unter dem Thema „Ernährung und Landwirtschaft“ luden das Bürgerforum und die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade ein, zum ersten Mal war auch die Suppenküche mit einem Stand vertreten. Dabei bewies sich erneut, dass wir mehr können als „nur“ Suppe, denn die süßen Crepes fanden reißenden Absatz. Neben vielen Leckermäulern fanden sich auch etliche Interessierte am Stand ein, um Fragen zum Verein, seinen Aktivitäten und zum Ehrenamt zu stellen.

Wir bedanken uns bei den Organisatoren und Besuchern ganz herzlich für die Unterstützung. Es war ein schöner Tag mit netten Menschen, und wir hatten viel Spaß bei der Arbeit!

Hier einige Impressionen:

8. Berliner Freiwilligenbörse – Engagement verbindet

Freiwilligenbörse

Die Berliner Freiwilligenbörse am 25.04.2015 fand in diesem Jahr bereits zum 8. Mal statt, und zog über 2000 Besucher an. Insgesamt 111 Aussteller, darunter auch zum wiederholten Male die Suppenküche Lichtenrade, warben in den ehrwürdigen Hallen des Roten Rathauses um Helfer und Unterstützer. Die Börse bietet ein breites Spektrum an Informationen für alle Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, als auch eine Gelegenheit des Austauschs der Vereine und Institutionen untereinander.

Besonders positiv fiel auf, dass dieses Mal viele ernsthaft Interessierte die Börse besuchten. So ist es auch der Suppenküche gelungen, einige neue Freiwillige zu gewinnen. Noch immer werden jedoch dringend helfende Hände gebraucht, jeder der mit anpacken möchte ist herzlich willkommen!

Ein großes Dankeschön für diesen erfolgreichen Tag geht an die Organisatoren und besonders alle Besucher. Ohne die Bereitschaft vieler Menschen, in ihrer Freizeit unentgeltlich anderen zu helfen, wäre ein Großteil der Projekte nicht realisierbar.

Ein ganz besonderer Sonntag

Am 12.04.15 erhielten wir tatkräftige Unterstützung von den sympathischen Jungs Sebastian Kubary und Christian Wallgärtner vom Hotel Adlon Kempinski Berlin. Nicht nur das sie uns das tolle Essen gesponsert haben, sie halfen unseren Ehrenamtlichen auch beim Zubereiten und Verteilen.
Ein großes Dankeschön an das gesamte Team vom Hotel Adlon Kempinski und besonders Herrn Bemmerl, die diese leckere Mahlzeit ermöglicht haben!

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Gestern im Rathaus Schöneberg

Foto ist Eigentum der Ökumene vor Ort in Lichtenrade - Berlin
Gestern (25.02.15) im Rathaus Schöneberg: Verleihung der Verdienstmedaillen und des Förderpreises des Bezirks Tempelhof-Schöneberg von Berlin an verdiente Ehrenamtliche. Darunter das Ehepaar Wilde aus St. Matthias. Den Förderpreis erhielt die Suppenküche Lichtenrade. Den musikalischen Rahmen bildete das Damentrio Muzet Royal. Allen Preisträgern/innen herzlichen Glückwunsch.
Foto ist Eigentum der Ökumene vor Ort in Lichtenrade - Berlin

Fotos sind Eigentum der Ökumene vor Ort in Lichtenrade – Berlin

Drei Millionen Deutsche von Armut bedroht

Sie haben eine Arbeit, ein Einkommen und können trotzdem nicht davon leben. Rund 3 Millionen Erwerbstätige in Deutschland leben unter der Armutsschwelle – 25 Prozent mehr als noch vor sechs Jahren.

 

Zum Video N24

Die „Drei Könige“ in der Suppenküche und eine Spende

18. Januar 2015 Die Suppenküche Lichtenrade wird in diesem Jahr 10 Jahre alt. Zum Jahresbeginn besuchten die Sternsinger vom Kindermissionswerk traditionell die soziale Einrichtung am Graben in der Finchleystraße 11. Gekleidet als „Die Heiligen Drei Könige“, sangen die Kinder und segneten das Haus und dessen Besucher.


„Segen bringen, Segen sein“ – Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit! So lautet das Motto der diesjährigen Aktion vom Dreikönigssingen, an der sich die Mädchen und Jungen als Sternsinger und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in etwa 12.000 Pfarrgemeinden beteiligten. In Lichtenrade wurden über 100 Haushalte und verschiedene Institutionen besucht. Die Kinder kommen hauptsächlich von der katholischen Salvator-Gemeinde und einige von der evangelischen Gemeinde in Lichtenrade.

Nach der Weihnachtsgeschichte (Matthäus-Evangelium) wurden die Weisen aus dem Morgenland durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt: „Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.“ Nun reisen nach einer katholischen Tradition Kinder singend durch die Straßen und tragen symbolisch den Stern als Zeichen für Christus mit sich. „20*C+M+B+15“ schreiben Sie über Wohnungseingangstüren. Lateinisch stehen die Buchstaben C+M +B für „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Im Volksmund spricht man hingegen auch von einer Bezeichnung für die 3 Könige „Caspar, Melchhior und Balthasar“.

Die jungen Könige bekamen als Dank für Ihren Besuch eine Suppe ausgeschenkt.

Spende der AOK wurde erfreut angenommen!

Eine zusätzliche Gabe, diesmal nicht von den drei Weisen aus dem Morgenland, brachte der Vertreter der „AOK Nordost – Die Gesundheitskasse“.

Der Niederlassungsleiter Marko Bertram überreichte den symbolischen Scheck an die Leiterin der Suppenküche, Alex Benkel-Abeling. Seit einigen Jahren verschickt die AOK keine Weihnachtskarten mehr. Vom Erlös werden wohltätige Organisationen unterstützt. So kamen 600 Euro zusammen, die Marko Bertram mitbringen konnte. Bertram erläutert: „Mitarbeiter schlagen einen Verein oder eine Institution vor. Drei Vereine werden berücksichtigt und in diesem Jahr war die Suppenküche dabei.“

Marko Bertram überzeugte sich davon, dass die Suppenküche das Geld dringend benötigt und das es hier gut angelegt ist. Sonntag für Sonntag werden Bedürftige beköstigt und erhalten danach auch Lebensmittel, die von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der Woche von den Geschäften eingesammelt werden.

Mittlerweile kommen hier durchschnittlich 150 Gäste. Mit 10 Besuchern fing es vor 10 Jahren an. In der Suppenküche muss man seine Bedürftigkeit nicht nachweisen. Wie Frau Benkel-Abeling betont, gehört dies zum Konzept der Suppenküche. Armut ist nicht eine Frage von Bescheinigungen. Wenn man die Suppenküche jedoch besucht, sieht und spürt man, wie Armut aussieht. Marko Bertram von der AOK wurde das Konzept erläutert und durch die Suppenküche geführt.

In der Suppenküche sind über 50 ehrenamtliche Helfer aktiv. Neue Unterstützung ist hier immer gerne willkommen. So sucht die Suppenküche auch jemand, der die Homepage pflegt und aktuell hält. Die Öffentlichkeitsarbeit ist für diese Institution, die sich nur über Spenden finanziert, überlebenswichtig.

Jetzt kann sich die Suppenküche erstmal darüber freuen, dass ihnen am 25. Februar der mit 1000 Euro dotierte Förderpreis vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg überreicht wird.

Thomas Moser (auch Fotos)

http://www.sternsinger.org

http://www.aok.de/nordost/index.php



Alle Fotos: Thomas Moser