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Der Name „Suppenküche“ ist Programm…

Die Suppenküche Lichtenrade e.V. ist mit ihrem kostenfreien Essens- und Lebensmittelangebot im Süden Berlins einmalig. Jeder der kommt erhält Hilfe, ohne dass Fragen gestellt werden. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist das Angebot von Möglichkeiten, soziale Bedürfnisse zu befriedigen, je nachdem welche individuelle Zielsetzung mit dem Besuch der Suppenküche verbunden ist.

Wir eröffnen den Besuchern die Chance, sich durch regelmäßige Besuche z.B. den notwendigen Zahnersatz oder die Brille anzuschaffen. Auch eine aktive Freizeitgestaltung für die Kinder kann so möglich werden.

Hier tätige ehrenamtliche Mitarbeiter können sich innerhalb eines bunten Aufgabenspektrums entsprechend ihren Begabungen und Möglichkeiten entfalten und beweisen.

Die Suppenküche Lichtenrade e.v. ist Träger des B.Z.-Kulturpreis 2011!

Das Team der Suppenküche Lichtenrade
Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin
 
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10 Jahre Suppenküche – ein Rückblick

Jubiläum

Aus der Idee, bedürtigen Menschen würdevoll eine warme Mahlzeit zu bereiten, entstand im Jahr 2005 die Suppenküche Lichtenrade. Nach der Vereinsgründung im April wurde am 04. September die erste Suppe gekocht – damals noch in einem 20-Liter-Topf für nur eine Handvoll Gäste.
Die ersten 2 Jahre standen keinerlei Räumlichkeiten und Fahrzeuge zur Verfügung, somit mussten alle Gerätschaften jeden Sonntag zum Einsatzort hin- und wieder zurückgebracht werden, alles unter Nutzung privater Pkw sowie großem Zeit- und Arbeitsaufwand.
Die Suppenküche wurde bald zum Selbstläufer, steigende Besucherzahlen verlangten nach größeren Kapazitäten, ein 50-Liter-Topf musste her. 2008 erfolgte dann endlich der Einzug in das Gebäude in der Finchleystraße 11, wo die Suppenküche noch heute zu Hause ist. In Eigenregie und mit Hilfe vieler Sponsoren wurde das Gebäude renoviert und eingerichtet, der 50-Liter-Topf von einem 200-Liter-Kochkessel abgelöst. Auch das Umfeld des Gebäudes wurde neu gestaltet, eine Terrasse mit Markise und Geräteschuppen wurden angebaut, der Garten hergerichtet.
Heute versorgt der Verein jeden Sonntag etwa 120-150 Personen, nicht nur mit einer warmen Mahlzeit, sondern auch mit Lebensmitteln zum Mitnehmen. Jeder erhält Hilfe, ohne dass Fragen gestellt werden – es muss kein Nachweis über die Bedürftigkeit erbracht werden.
Ca. 50 Ehrenamtliche engagieren sich regelmäßig und mit viel Hingabe, jedes Wochenende werden mehr als 170 Arbeitsstunden geleistet. Zusätzlich nimmt die Suppenküche an vielen Straßenfesten teil und stellt Catering zur Verfügung, unter anderem auch für die Ehrenamtsbörse im Rathaus Schöneberg.
Das Engagement wurde 2011 mit der Verleihung des B.Z.-Kulturpreises honoriert, in der Kategorie „Publikumspreis für herausragendes ehrenamtliches Engagement“.
Inzwischen sind viele soziale Projekte dazugekommen, zum Beispiel die Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe und verschiedenen Diversionsbüros der Stiftung „SPI“ Berlin – „Schadenswiedergutmachung statt Strafe“ lautet hier das Motto. Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren werden nach pädagogischen Ansätzen im Rahmen der Arbeit vor Ort betreut. Seit 8 Jahren läuft ferner in Kooperation mit der Georg-Büchner-Oberschule das Projekt „Soziale Jugendbildungsarbeit“. In diesem Projekt helfen jeweils vier Schüler der achten Klassen am Wochenende in der Suppenküche mit, die Erfahrungen werden im Ethik-Unterricht aufbereitet. Die Schüler lernen so Aspekte der Armut im eigenen Umkreis kennen und erfahren, wie man selbst ohne große finanzielle Mittel vor Ort Hilfe leisten kann. Auch ein anderer Blick auf den Umgang mit Lebensmitteln kann hier vermittelt werden.
Viele weitere Projekte sind in Planung, die weit über die ursprüngliche Idee einer „Suppenküche“ hinaus gehen, der Bedarf an Mitarbeitern und finanziellen Mitteln wächst stetig. Helfende Hände sind immer gern gesehen, Sponsoren herzlich willkommen. So wird zum Beispiel dringend ein Kühlfahrzeug zum Transport der Lebensmittel benötigt.

Als kleines Dankeschön für alle Helfer, Freunde und Unterstützer der Suppenküche wird am 21.08.2015 ab 18:00 Uhr in der Finchleystraße 11 das Jubiläum gebührend gefeiert. Wir bitten jedoch um vorherige Anmeldung unter info@suppenkueche.de

Einen besonderen Dank an Selgros Stahnsdorf, Lila Bäcker, Partyservice Buder, Gemeinde Salvator, Feuerwerk-Events und Kräuter Kühne für ihre Beiträge zur Verschönerung unserer Jubiläumsfeier. Natürlich bedanken wir uns auch bei allen anderen, die uns jahrelang treu unterstützt haben. Ohne Euch wäre unser Verein nicht so weit gekommen!

Ein geschenktes Lachen

Gedanken zur Suppenküche von Gaby Michno

Ich sah ihn gestern in der Suppenküche. Eine Einrichtung für Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie sind Ausgestoßene, werden gemieden, sind eingegrenzt und ausgeschlossen.

Aber da gibt es auch die Anderen. Die Verstehenden, Mitfühlenden und Helfenden. Sie geben einen Tag ihrer Freizeit her um diesen gestrandeten, oft zerbrochenen, meist scheuen, manchmal krankhaft agressiven Menschen für ein paar Stunden Aufmerksamkeit, etwas Wärme und eine sättigende Mahlzeit zu geben, außerdem ein paar Lebensmittel um die Woche bis zum nächsten Suppentag zu überbrücken.

Er kam gekrümmt, ausgemergelt, alterslos. Er hätte 70, aber auch 90 Jahre sein können. Ein Gesicht aus scharfen Kanten. Sein Mund zahnlos, sein Gang schlürfend. Langsam und bedächtig, ohne Hast. Seine Kleider lose am Körper hängend. Er holte sein Essen, mit dürren Armen sein Tablett mit dem kostbaren Essen vorsichtig zu einem freien Tisch balancierend.

Der Hunger sah aus seinem Gesicht mit Augen, die das Essen schon verschlangen, ehe er es in seinen zahnlosen Mund schaufeln konnte, worauf ein wohliges Grinsen sein Gesicht verschönerte. Beim Essen war er unersättlich, nahm alles was man ihm gab und verputzte es gierig und gnadenlos. Jeder, der ihm etwas gab oder ihn begrüßte, bekam ein glucksendes Lachen geschenkt.

Ich war beeindruckt von so viel naiver Unbekümmertheit und beschämt über dieses zahnlose Lachen – fast kindlich, etwas spitzbübisch und vertrauensvoll. Fasziniert von diesem wunderbaren Gesicht. Ein Gesicht, das so viele Geschichten erzählt…

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Spaß für Groß und Klein…

Spielfest

Hoher Besuch an unserem Stand: Schirmherrin & Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (rechts) und Koordinator Philipp Mengel (links). Bild: http://www.spielfest-mariendorf.de/fotos2015.html

… gab es am 11. und 12. Juli 2015 auf dem Spielfest in Mariendorf. Im Fussballstadion des Volksparks sorgten verschiedenste Vereine und Institutionen für vielfältigen Spiel-, Tobe- und Bastelspaß. Am Stand der Suppenküche wurde fleißig mit bunten Farben gekleckst, per Pinsel und Kartoffeldruck entstanden viele kleine Kunstwerke. Auch die teilweise widrige Witterung konnte uns die Freude nicht verderben. Kinder, Eltern und Ehrenamtliche waren mit viel Eifer bei der Sache. Davon überzeugte sich auch Schirmherrin Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, beim Besuch an unserem Stand.

Einige Eindrücke von der lustigen Bastel- und Malerei:

Sonntagsfrühstück mit Crepes und Sonnenschein

Sonntagsfrühstück

Am Sonntag, 28.06.2015, wurde auf der Lichtenrader Bahnhofstraße wieder gemeinsam im Freien gefrühstückt. Unter dem Thema „Ernährung und Landwirtschaft“ luden das Bürgerforum und die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade ein, zum ersten Mal war auch die Suppenküche mit einem Stand vertreten. Dabei bewies sich erneut, dass wir mehr können als „nur“ Suppe, denn die süßen Crepes fanden reißenden Absatz. Neben vielen Leckermäulern fanden sich auch etliche Interessierte am Stand ein, um Fragen zum Verein, seinen Aktivitäten und zum Ehrenamt zu stellen.

Wir bedanken uns bei den Organisatoren und Besuchern ganz herzlich für die Unterstützung. Es war ein schöner Tag mit netten Menschen, und wir hatten viel Spaß bei der Arbeit!

Hier einige Impressionen:

8. Berliner Freiwilligenbörse – Engagement verbindet

Freiwilligenbörse

Die Berliner Freiwilligenbörse am 25.04.2015 fand in diesem Jahr bereits zum 8. Mal statt, und zog über 2000 Besucher an. Insgesamt 111 Aussteller, darunter auch zum wiederholten Male die Suppenküche Lichtenrade, warben in den ehrwürdigen Hallen des Roten Rathauses um Helfer und Unterstützer. Die Börse bietet ein breites Spektrum an Informationen für alle Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, als auch eine Gelegenheit des Austauschs der Vereine und Institutionen untereinander.

Besonders positiv fiel auf, dass dieses Mal viele ernsthaft Interessierte die Börse besuchten. So ist es auch der Suppenküche gelungen, einige neue Freiwillige zu gewinnen. Noch immer werden jedoch dringend helfende Hände gebraucht, jeder der mit anpacken möchte ist herzlich willkommen!

Ein großes Dankeschön für diesen erfolgreichen Tag geht an die Organisatoren und besonders alle Besucher. Ohne die Bereitschaft vieler Menschen, in ihrer Freizeit unentgeltlich anderen zu helfen, wäre ein Großteil der Projekte nicht realisierbar.

Ein ganz besonderer Sonntag

Am 12.04.15 erhielten wir tatkräftige Unterstützung von den sympathischen Jungs Sebastian Kubary und Christian Wallgärtner vom Hotel Adlon Kempinski Berlin. Nicht nur das sie uns das tolle Essen gesponsert haben, sie halfen unseren Ehrenamtlichen auch beim Zubereiten und Verteilen.
Ein großes Dankeschön an das gesamte Team vom Hotel Adlon Kempinski und besonders Herrn Bemmerl, die diese leckere Mahlzeit ermöglicht haben!

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Gestern im Rathaus Schöneberg

Foto ist Eigentum der Ökumene vor Ort in Lichtenrade - Berlin
Gestern (25.02.15) im Rathaus Schöneberg: Verleihung der Verdienstmedaillen und des Förderpreises des Bezirks Tempelhof-Schöneberg von Berlin an verdiente Ehrenamtliche. Darunter das Ehepaar Wilde aus St. Matthias. Den Förderpreis erhielt die Suppenküche Lichtenrade. Den musikalischen Rahmen bildete das Damentrio Muzet Royal. Allen Preisträgern/innen herzlichen Glückwunsch.
Foto ist Eigentum der Ökumene vor Ort in Lichtenrade - Berlin

Fotos sind Eigentum der Ökumene vor Ort in Lichtenrade – Berlin

Drei Millionen Deutsche von Armut bedroht

Sie haben eine Arbeit, ein Einkommen und können trotzdem nicht davon leben. Rund 3 Millionen Erwerbstätige in Deutschland leben unter der Armutsschwelle – 25 Prozent mehr als noch vor sechs Jahren.

 

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